26.08.2021 – BLOG

Die drei Gebote der User Experience: Firmitas, utilias, venustas

Die User Experience, kurz UX, ist omnipräsent, wenn es um Websites und Apps geht. Doch was verbirgt sich hinter der User Experience und was macht ein gutes UX Design aus? In diesem Beitrag geht es um die drei aus der Antike stammenden Grundkriterien der UX: firmitas, utilitas und venustas.

26.08.2021 – BLOG

Die drei Gebote der User Experience: Firmitas, utilitas, venustas

Die User Experience, kurz UX, ist omnipräsent, wenn es um Websites und Apps geht. Doch was verbirgt sich hinter der User Experience und was macht ein gutes UX Design aus? In diesem Beitrag geht es um die drei aus der Antike stammenden Grundkriterien der UX: firmitas, utilitas und venustas.

User Experience ist eher ein neuer Begriff und im Zusammenhang mit der digitalen Welt aufgekommen. Zumindest könnte man das meinen. Dem ist aber nicht so. Vitruv, ein römischer Architekt, definierte das Nutzererlebnis bereits im 1. Jahrhundert vor Christus. Für ihn zählten dabei firmitas, utilitas und venustas. Zu Deutsch: Festigkeit, Nützlichkeit und Schönheit. Für Vitruv galten die drei Kriterien vor allem für Architektur. Heute gelten sie immer noch für verschiedenste Arten von Produkten und Dienstleistungen. Tatsächlich sind sie wichtige Kriterien für die ja doch viel coolere User Experience (eigentlich einfach Nutzererlebnis auf Englisch).

 

Firmitas: Es soll beständig sein
Bei einem Gebäude ist klar, was firmitas heisst. Es soll nicht kaputt gehen und sicher nicht zusammenbrechen. Für eine Website oder App gilt das Gleiche. Nur eben im digitalen Sinn. Sie sollte keine (oder möglichst wenig) Fehler haben und einwandfrei funktionieren. Funktioniert zum Beispiel in einem Onlineshop der Button nicht, um etwas in den Warenkorb zu legen, kann man es getrost vergessen, den Kund*innen etwas verkaufen zu wollen. Auch kleinere Fehler wie ein toter Link können negativ auffallen. Je mehr Fehler den User*innen auffallen, desto schlechter die Meinung vom Unternehmen.

 

Es sind aber nicht nur Fehler, die User*innen von einer Website vertreiben können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schnelligkeit einer Website oder App. Dauert es ewig, bis sich etwas tut, weckt dies genauso Missfallen wie ein Fehler. Besonders, weil wir uns heutzutage sehr kurze Ladezeiten gewöhnt sind.

 

Ein letzter Punkt ist die Sicherheit. Dies hängt direkt damit zusammen, ob die User*innen einer Website oder App vertrauen. Die Website sollte seriös wirken und die üblichen Sicherheitsaspekte wie zum Beispiel den Datenschutz wahren.

 

Utilitas: Es soll benutzerfreundlich sein
Die Website oder die App sind nun also fehlerfrei, schnell und sicher. Doch man findet beim besten Willen nicht heraus, wie man den einen Eintrag löscht. Der Text ist so hell und klein, dass man ihn kaum lesen kann, und überhaupt ist alles völlig unübersichtlich. Es gibt unzählige Faktoren, die den User*innen mühsam und nicht intuitiv erscheinen könnten. Deshalb ist utilitas oder englisch usability so wichtig. Dabei geht es nicht nur darum, dass die Website oder App einen Nutzen erfüllt, sondern vor allem auch, dass sie ihn gut erfüllt. Es geht also um die Benutzerfreundlichkeit. Das Ziel sollte sein, alles dafür zu tun, damit User*innen eine Website oder App in der Nutzung als angenehm empfinden und nicht die App wieder deinstallieren oder die Website wieder verlassen und zur Konkurrenz wechseln. Denn meist gibt es in der digitalen Welt genug Alternativen.

 

User*innen sollen sich gut und schnell zurechtfinden und effizient zum Ziel kommen. Dazu tragen eine gute Navigation, Struktur, visuelle Klarheit, Flexibilität und intuitive Nutzung bei. Um eine Website oder App bezüglich dieser Aspekte zu optimieren, braucht es einerseits Erfahrung und andererseits Nutzerforschung. Mit verschiedenen Tools und Testmethoden wie A/B-Testing oder Heatmaps kann man untersuchen, wie User*innen auf eine bestimmte Komponente reagieren und wo es Verbesserungspotenzial gibt.

 

Venustas: Es soll schön sein
Bei firmitas und utilitas gleichen sich gute Websites und Apps im Optimum an und es besteht ein gewisser Standard. Venustas, die Schönheit und Ästhetik, macht eine App oder Website individuell. Sie bietet die Möglichkeit richtig aufzufallen und Emotionen auszulösen und rundet die App oder Website ab.

 

Keiner der drei Begriffe ist jedoch vom anderen losgelöst. Das wird bei venustas am klarsten. Etwas kann schön sein, dafür völlig unübersichtlich und langsam. Zum Beispiel sind Videos und Motion Effects spannend, können die Ladezeiten aber deutlich verlängern und vor lauter Bewegung findet man sich nicht mehr zurecht. Technische Fehler können dazu führen, dass die User*innen nicht mehr zum Ziel finden. Oder der Lösch-Button ist zwar unübersehbar rot und riesig, passt dafür aber überhaupt nicht mehr ins Design. Firmitas, utilitas und venustas müssen sich also für ein gutes User Experience Design die Waage halten.

User Experience ist eher ein neuer Begriff und im Zusammenhang mit der digitalen Welt aufgekommen. Zumindest könnte man das meinen. Dem ist aber nicht so. Vitruv, ein römischer Architekt, definierte das Nutzererlebnis bereits im 1. Jahrhundert vor Christus. Für ihn zählten dabei firmitas, utilitas und venustas. Zu Deutsch: Festigkeit, Nützlichkeit und Schönheit. Für Vitruv galten die drei Kriterien vor allem für Architektur. Heute gelten sie immer noch für verschiedenste Arten von Produkten und Dienstleistungen. Tatsächlich sind sie wichtige Kriterien für die ja doch viel coolere User Experience (eigentlich einfach Nutzererlebnis auf Englisch).

 

Firmitas: Es soll beständig sein
Bei einem Gebäude ist klar, was firmitas heisst. Es soll nicht kaputt gehen und sicher nicht zusammenbrechen. Für eine Website oder App gilt das Gleiche. Nur eben im digitalen Sinn. Sie sollte keine (oder möglichst wenig) Fehler haben und einwandfrei funktionieren. Funktioniert zum Beispiel in einem Onlineshop der Button nicht, um etwas in den Warenkorb zu legen, kann man es getrost vergessen, den Kund*innen etwas verkaufen zu wollen. Auch kleinere Fehler wie ein toter Link können negativ auffallen. Je mehr Fehler den User*innen auffallen, desto schlechter die Meinung vom Unternehmen.

 

Es sind aber nicht nur Fehler, die User*innen von einer Website vertreiben können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schnelligkeit einer Website oder App. Dauert es ewig, bis sich etwas tut, weckt dies genauso Missfallen wie ein Fehler. Besonders, weil wir uns heutzutage sehr kurze Ladezeiten gewöhnt sind.

 

Ein letzter Punkt ist die Sicherheit. Dies hängt direkt damit zusammen, ob die User*innen einer Website oder App vertrauen. Die Website sollte seriös wirken und die üblichen Sicherheitsaspekte wie zum Beispiel den Datenschutz wahren.

 

Utilitas: Es soll benutzerfreundlich sein
Die Website oder die App sind nun also fehlerfrei, schnell und sicher. Doch man findet beim besten Willen nicht heraus, wie man den einen Eintrag löscht. Der Text ist so hell und klein, dass man ihn kaum lesen kann, und überhaupt ist alles völlig unübersichtlich. Es gibt unzählige Faktoren, die den User*innen mühsam und nicht intuitiv erscheinen könnten. Deshalb ist utilitas oder englisch usability so wichtig. Dabei geht es nicht nur darum, dass die Website oder App einen Nutzen erfüllt, sondern vor allem auch, dass sie ihn gut erfüllt. Es geht also um die Benutzerfreundlichkeit. Das Ziel sollte sein, alles dafür zu tun, damit User*innen eine Website oder App in der Nutzung als angenehm empfinden und nicht die App wieder deinstallieren oder die Website wieder verlassen und zur Konkurrenz wechseln. Denn meist gibt es in der digitalen Welt genug Alternativen.

 

User*innen sollen sich gut und schnell zurechtfinden und effizient zum Ziel kommen. Dazu tragen eine gute Navigation, Struktur, visuelle Klarheit, Flexibilität und intuitive Nutzung bei. Um eine Website oder App bezüglich dieser Aspekte zu optimieren, braucht es einerseits Erfahrung und andererseits Nutzerforschung. Mit verschiedenen Tools und Testmethoden wie A/B-Testing oder Heatmaps kann man untersuchen, wie User*innen auf eine bestimmte Komponente reagieren und wo es Verbesserungspotenzial gibt.

 

Venustas: Es soll schön sein
Bei firmitas und utilitas gleichen sich gute Websites und Apps im Optimum an und es besteht ein gewisser Standard. Venustas, die Schönheit und Ästhetik, macht eine App oder Website individuell. Sie bietet die Möglichkeit richtig aufzufallen und Emotionen auszulösen und rundet die App oder Website ab.

 

Keiner der drei Begriffe ist jedoch vom anderen losgelöst. Das wird bei venustas am klarsten. Etwas kann schön sein, dafür völlig unübersichtlich und langsam. Zum Beispiel sind Videos und Motion Effects spannend, können die Ladezeiten aber deutlich verlängern und vor lauter Bewegung findet man sich nicht mehr zurecht. Technische Fehler können dazu führen, dass die User*innen nicht mehr zum Ziel finden. Oder der Lösch-Button ist zwar unübersehbar rot und riesig, passt dafür aber überhaupt nicht mehr ins Design. Firmitas, utilitas und venustas müssen sich also für ein gutes User Experience Design die Waage halten.